Dummy deluxe... Oder Martin Kuse bei uns am Rade des Allgäus

Sonntag der 1. September 2013.

 

Ein grauer Morgen an dem man mal wieder nicht weiß, was man anziehen soll. Kann man sich auf den kleinen blauen Fleck am Himmel verlassen? Oder siegt der graue Schleier, der sich über das Allgäu zieht?

 

Um 9:00 Uhr morgens füllt sich unsere Hofeinfahrt langsam aber sicher mit Kennzeichen aus bis zu 200 km Entfernung. 

Aus jedem Kofferraum lugt ein schwarzes Schnäuzchen hevor, in freudiger Erwartung, denn schließlich wurden genügend Dummys ins Auto gepackt.

 

Noch ein letzter Kaffee, bevor es pünktlich um halb 10  los geht in's Revier.

5 schwarze Nasen um die sich alles dreht. 4 Labis und 1 Flat, darunter eine Hündin. 

Eine wirklich harmonische Truppe, und damit meine ich nicht nur die Hunde. Auch die Zweibeiner haben einen tollen, lehrreichen Tag erleben dürfen, sei es als Hundeführer, Dummywerfer, Zuschauer, Fotograf oder nur zum Kuchen vernichten. 

Es war für jeden was dabei und für alle was geboten.

 

Aufgabe 1:

 

Zum Kennenlernen der Hunde und des Arbeitsstils wurde eine einfache Markierung einen geraden Trampelpfad lang im Wald geworfen.

Ca. 25 m , begleitet von den lieblichen Klängen eines Entenlockers. 

Auf dem Rückweg des Hundes wurde noch ein Dummy nachgelegt, auch dieses wurde begeistert apportiert. 

 

Aufgabe 2:

 

Eine Markierung wird an dieselbe Fallstelle geworfen.

Mit dem Hund die komplette Strecke wieder vom Ausgangspunkt ab schön langsam bei Fuß gehen. 

Hund absitzen lassen, Dummy selbst aufnehmen, samt Hund wieder zum Ausgangspunkt. 

Schöne Grüße an die Erwartungshaltung...!

 

Aufgabe 3:

 

Links im Gebüsch sowie an der alten Fallstelle werden je eine Markierung geworfen.

Welche zuerst gearbeitet wird durfte man sich aussuchen.

 

Aufgabe 4:

 

Links im Gebüsch und an der alten Fallstelle den Weg entlang liegen jeweils ein Blind. 

Der Hund wird erst den Weg entlang geschickt und anschließend in's Gebüsch.

Wäre ja aber fast schon zu einfach wenn anfangs nicht noch mittig eine Verleitmarkierung gefallen wäre...

 

Aufgabe 5:

 

"So, jetzt geh'n wir alle mal auf die Wiese und stellen uns in einer Reihe auf!"

Na wenn das mal nicht eine klare Ansage ist und ganz gewaltig nach einem Walk Up riecht...!

Und unsere Nasen sollten recht behalten.

Die heißgeliebte Fußarbeit wieder, Steadiness pur für die schwarze Meute und doch etwas Aufregung zu m Teil bei den Zweibeinern. 

Wird's denn gut gehen?

Unsere tapferen Helferlein Tanja und Martina haben sich die Taschen bis unter die Achseln mit Dummys vollgepackt und zogen los, ein ganzes Stück die weite Wiese entlang. Und schon ging es los. 

Entengeschnatter, fliegende Dummys, aufmerksame Hunde und total relaxte Hundeführer ;-)

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war durften wir uns umdrehen und in die andere Richtung ein Stück weggehen. Schön in der Line natürlich.

Als wir uns wieder umgedreht hatten gab es natürlich auch gleich die ersten 2 Einspringer. 

Die Dame ließ sich zurückpfeifen, aber Kellan..tja... wenigstens hat er es schön gebracht und sauebr abgegeben. Ein kleiner Trost über den ich mich dennoch gefreut habe.

 

Der Rest hat super geklappt. Die Hunde lieben brav an den Seiten ihrer Hundeführer sitzen und haben gewartet bis sie dran waren.

 

Nachdem die Wiese Dummyfrei war kamen wir zum wichtigsten Punkt des Tages:

 

DIE MITTAGSPAUSE!

 

Die hatten wir uns dann auch redlich verdient. 

Bei Kuchen, Zimtschneckchen und Kaffee wurde viele gelacht, gefachsimpelt und ausgeruht.

 

 

Aufgabe 6:

 

Schon wieder Fußarbeit... 

Da merkt man, wie wichtig es ist, dass der Hund zuverlässig neben einem geht, und man erkennt, wie viel man noch daran zu arbeiten hat!

Quer durch den Wald ging man als 2er Team parallel mit Hund eine Stecke von ca. 30 m geradeaus. Hinten am markierten Baum angekommen legte man pro Hund 2 Dummys aus.

Am Ausgangspunkt zurück drehte man sich um 90° , denn auf der anderen Seite des Wegs mitten im Wald versteckten sich die Helfer und begannen mit viel Geschnatter 6 Dummys zu werfen.

Nun wurde abwechselnd gearbeitet. Rechts im Wald, links im Wald, die Hunde nacheinander.

Eine sehr schöne Aufgabe, und auch die Hunde waren sehr gefordert, denn schließlich hieß es immer schön warten wenn der Teamhund am arbeiten ist!

 

 

Haben wir sonst noch was gemacht?

Bestimmt. Und wieder nahm ich mir vor, den Bericht direkt im Anschluss zu schreiben, damnit ich auch ja nichts vergesse. 

Tja, und wieder einmal wurde nichts daraus. 

Schade eigentlich.

 

Nach einem gemütlichen Abschluss mit Leckereien vom Grill, den mitgerachten Salaten, dem selbstgebackenen Brot und noch viel mehr Fachsimpeleien hatte ich auch ehrlich keine Muße mehr mich an den Computer zu setzen.

Der Hund hütete das Körbchen und ich das Sofa.

So muss das sein. Zufrieden und müde nach einem erfolgreichen Training, das mehr als zufriedenstellend war!

 

Gerne wieder!

Vielen Dank an Tanja & Martina für's Dummy werfen (wenn auch der Treffer in die Tasche nicht so geplant war ;-) ), an alle Salat-, Kuchen und Brotspender, und natürlich an Martin Kuse für sein Engagement.

 

In meinen Augen war es ein rundum gelungener Tag der nach einer Wiederholung schreit!

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Kommentare: 2
  • #1

    Alexandra (Freitag, 06 September 2013 10:53)

    :-) schöner Bericht, schöner Tag, schöne herausfordernde Aufgaben, fast regenfrei :-)
    einfach ein gelungenes Training

  • #2

    Michi (Montag, 09 September 2013 11:32)

    *geflasht bin*
    Super Bericht, danke dafür! Klingt so, als ob Kellan und Du zu einem Traumteam heranwächst :) weiter sooooooo :)